
Erinnern Sie sich noch an das Nokia 2110 mit ausziehbarer Antenne. Eine kommunikative Revolution hatte in diesem Gerät ihren symbolischen Ausdruck gefunden. “Ich brauche kein Handy, alles nur Angeberei” war eine viel gehörte Aussage. Doch es kam, wie es kommen musste. Aktuell haben die meisten europäischen Länder ebenso viele Einwohner wie Mobiltelefone. Das Neue hat sich durchgesetzt. Wird das Smartphone dasselbe Schicksal erfahren?
Ja! Die Durchdringung des Internets in fast alle Lebensbereiche wird dem Smartphone zum Durchbruch verhelfen. Wer noch keins hat, kann das Smartphone verständlicherweise auch nicht vermissen, denn telefonieren und Kurznachrichten verschicken erledigt das Nokia 2110 auch noch. Doch Smartphones verändern die Art der Kommunikation, der Informationsbeschaffung, der Arbeitsweise. Smartphones sind immer ‘on’ – niemals ‘off’, immer online und wissen immer wo sie sind.
Das Smartphone wird auch die Reisegewohnheiten der Menschen beeinflussen, sowohl in der Reiseplanung, als auch dIm Urlaub vor Ort. Online-Karten auf dem Smartphone ersetzen den Stadtplan, Online-Bewertungen von Restaurants konkurrieren mit den Werbetafeln in den Stadtgassen und die eingebaute Kamera ist immer einsatzbereit, um den Freunden zu Hause möglicherweise die Schimmelecke im Bad des Appartements zu zeigen.
Was tun? Aufgabe Nummer eins: Ein Smartphone kaufen. Nur wer selbst ein Smartphone nutzt, kann den Gast mit Smartphone besser verstehen und möglicherweise diese neue Technologie auch noch im eigenen Interesse nutzen. Kein Meister ist vom Himmel gefallen.
Den Gästen einen einfachen und problemlosen Zugang zum Internet ermöglichen. WiFi Router kosten mittlerweile weniger als ein Paar Turnschuhe und auch die rechtlichen Zugangshemmnisse wurden in Italien gelockert. Auch der römische Senat hat begriffen, dass sich Terroristen durch einen erschwerten Zugang zum Internet nicht stoppen lassen! Oder wollte der Senat den Mobilfunkanbietern einen Gefallen machen…
Falls Ihre Gäste dann bei Ihnen zu Hause im Netz sind, kann es durchaus möglich sein, dass sie mit dem Smartphone kurzerhand ein nettes Video drehen und dieses gleich auf Facebook stellen. Marketing umsonst, was will der Gastgeber mehr. Ihren eigenen Betrieb sollten sie auf Google-Maps (Eintrag auf Google Places erstellen) richtig eintragen. Kostet nichts und bringt viel, denn der Google Routenplaner ist ein praktisches Helferlein auf jedem Smartphone. So sparen sie die Grafikerkosten für die aufwendige Anfahrtsskizze und verbessern dennoch die Servicequalität.
Zu guter Letzt sollte Ihre Website auf den Webbrowsern der Smartphones vernünftig dargestellt werden, denn wer im PKW unterwegs ist und mit dem Smartphone ein Dinner im Restaurant reservieren möchte, hat zwar Lust auf gutes Essen, aber nicht auf ein umständliches Video-Intro. Schöne Bilder, Kontaktdaten und eine lesbare Schrift – ein einfaches Rezept, welches ausreicht, um den mobilen Anforderungen zu genügen. Was sie mit Sicherheit nicht benötigen werden ist eine eigene App (Hinweis: kleines Programm für Smartphones). Und wenn ihnen ein Marketingberater dennoch eine eigene App für ihren Betrieb aufschwätzt, dann haben sie das Gegenargument schon parat: “Smarthpones werden sich durchsetzen, und nicht schlechte Beratung. Aufwiedersehen!”
(Anmerkung des Autors: Dieser Text wurde in Zusammenarbeit mit Helge Fahrnberger, Toursprung Wien ausgearbeitet)

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Smartphones werden ein ständiger Begleiter im Alltag sein. Dies können wir nicht vermeiden und sind selber aktive Darsteller bei diesem Spiel. Durch dieses ständige “online sein” wird sich ein neues Werteempfinden entwickeln: ständig offline sein, nicht googlebar sein, frei sein von dieser ständigen Verpflichtung anderen gegenüber. Das Einfache wird der Luxus der Zukunft sein und für manchen einige Tage ohne Mailbox und Handy fast ein Entzug einer Sucht. In der Zwischenzeit facebooken wir weiter, twittern um die Wette, chatten wie die Wahnsinnigen und wandern im Netz.